Kritiker des
Schießsportes meinen, dass der Schießsport eine Art vormilitärische
Ausbildung sei.
Gegen diese Auffassung spricht schon, dass das Schießen von Beginn der
Olympischen Spiele an eine wichtige Disziplin gewesen ist. Hierbei haben
die deutschen Frauen und Männer gute Erfolge für unser Land erreicht.
Sogar bessere, als das in anderen Disziplinen möglich war. Schießen
ist also ein olympischer Sport und wird nach festen Regeln in
verschiedenen Wettbewerben durchgeführt: mit Luftdruck - und
Kleinkaliberwaffen, mit Pistolen, mit Jagdwaffen, Pfeil und Bogen
und der Armbrust. Insgesamt gibt es 90 Wettbewerbe des Deutschen
Schützenbundes.
Der Deutsche Schützenbund ist in 20 Landesverbände aufgeteilt; u.a. dem
Nordwestdeutschen Schützenbund. Er ist unter den 20 Verbänden der
zweitgrößte Verband mit ca. 138.000
Schützen/innen von insgesamt 1.452.470
Sportschützen/innen in Deutschland. All
diese Frauen und Männer sind keineswegs Militaristen.
Wer im Schießsport besondere Leistungen erbringen will, muss neben rein
schießtechnischem Training erhebliche körperliche und mentale Ausdauer
trainieren. Zum körperlichen Training gehört unter anderem: Schwimmen,
Laufen, Radfahren, also alles was die Ausdauer und
die Bewegungsfähigkeit des Körpers trainiert. Um
sich mental zu stärken, ist das autogene Training zu empfehlen.
Betrachten wir nun einmal das sportliche Schießen mit dem Luftgewehr auf
10 Meter Entfernung. Ein Gewehr wiegt zwischen 4, 5 bis maximal 5,5
kg. Während eines Wettkampfes sind nach etwa 10 Probeschüssen weitere 40
Wertungsschüsse abzugeben. Das bedeutet, das der/die Schütze/in 50mal
das Gewehr anheben, ruhig ins Ziel bringen und ohne sich zu verkrampfen,
den Schuss lösen muss.
Das Ziel aber, die ,,Zehn", ist so groß wie ein Stecknadelkopf.
Bei den anderen Disziplinen mit dem
Kleinkalibergewehr und der Pistole ist es noch schwieriger. Als Beispiel,
Kleinkalibergewehr Entfernung 50 Meter ist die Zehn gerade mal 10mm im
Durchmesser und das Gewehr darf bis zu 8 kg schwer sein. Dort gibt
es Programme wo man 120 Schuss in drei Anschlagarten (liegend stehend
kniend) absolvieren muss. Das bedeutet: Das Gewehr mit Probeschüssen ca.
150 mal in das Ziel bringen, ruhig halten und natürlich auch treffen!
Große Wettkämpfe erstrecken sich über 2 bis 4 Stunden und ein körperlicher
Gewichtsverlust von mehr als 2 kg ist keine Seltenheit. Das ist
Leistungssport, denn der Sportschütze muss sein Leben wie jeder andere
Leistungssportler danach einrichten.
Außerdem kann der Schießsport bis ins hohe Alter betrieben werden,
da das Aufgelegt Schießen mit dem Luftgewehr und dem KK-Gewehr in die
Sportordnung des DSB mit aufgenommen wurde und so den älteren
Schützinnen und Schützen ein attraktives Schiessen nach festen Regeln
bis zu der Deutschen Meisterschaft geboten wird.
Ein Sportschütze